In loving memories..


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Ich liebe ihn so sehr... es ist so grausam, dieses Gefühl, du hast eine unberechenbare Sehnsucht nach einem Menschen, der für dich das allerwichtigste dieser welt war.. und du weist, du kannst nichts dagegen tun. Eins hat er mir genommen, die Angst vor dem Tod. Ich saß heute einfach nur dort...und bekam die erkenntnis das ich mich in irgendeiner art und weise, naja, wie soll ich sagen, auf meinen tod freue. warscheinlich verstehen das jetzt die meisten leute falsch. ich habe keine ahnnung wie ich es erklären soll. ich werde mein leben so gut meistern wie möglich... doch ist meine stunde gekommen, so werde ich es nicht bedauern wenn ich weis das ich sterbe..sondern ich werde mich freuen...
die freude vielleicht meinen vater wiederzusehen ist mein lebensziel...mein größter wunsch!

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Es war ein morgen wie jeder andere. Ich stand auf, wenn auch etwas übermüdet...machte mich für die schule fertig.
Mein handy klingelte. Meine oma. Sie verlangte nach meinem onkel ... musste ihn unbedingt sprechen. Mir kam es sehr seltsam vor... schließlich redeten sie schon 2 jahre nicht mehr miteinander. "was ist mit papa?", sagte ich aufgeregt. "Ist ihm was passiert?".
"nein, nein", antwortete meine oma beruhigend. Doch was ich nicht wusste…sie log. Etwas beunruhigt wurde ich zur schule gefahren. Meine mutter war ebenso unwissend wie ich. Ich erzählte ihr, dass ich meinem vater helfen wollte ... denn er brauchte eine therapie … doch jetzt weis ich … mein handeln und meine hilfe kamen zu spät. Ich war aufgeregt. Wir mussten doch einen physiktest schreiben. In den ersten beiden stunden hatten wir kunst. Dann fiels mir wieder ein ... "ich habe heute nacht mit meinem daddy telefoniert", teilte ich biljana mit. Ich erzählte ihr von dem gespräch und was er gesagt hatte. Es war so anders. Er war so anders. Ich hasse mich dafür das ich die nacht nicht zu ihm gefahren bin. Einige leute sagen, das wäre auch mein Todesurteil gewesen... Der physiktest kam immer näher. Ich lernte noch mit ein paar freunden und bekam so meine angst in den griff.
4te Stunde. Nervös und gereizt setzte ich mich auf meinen platz. Die sonne schien …ein morgen voller unschuld. Ich setzte mich auf meinen platz,legte meine materialien zurecht. Frau schulz, unsere physiklehrerin ,teilte die tests aus.
Sie erreichte biljanas und meinen tisch. Ich spürte mein herz..wie es aufgeregt pochte. Meine lehrerin lies den zettel auf meinen tisch nieder. Dann hörte ich es…die lautsprecher der schule wurden eingeschaltet. Leises rauschen..Ich fragte mich welche sinnlose nachricht wieder mitgeteilt werden musste.
„Jasmin Becker bitte sofort ins Sekretariat kommen“

Stille.

"Bitte gehen sie frau schulz…sagen sie bescheid das ich nicht kann"
Ich wollte unbedingt meinen physiktest schreiben.
Doch sie wies mich an selbst zu gehen.
Ich hatte angst. Was hatte ich verbrochen?
Ich verließ den klassenraum...an den glasvitrinen vorbei…Schnelle, leise schritte.
Ich ging um die kurve. Schaute weitblickend nach hinten zur Hausmeisterloge,in der hoffnung, irgendwas zu sehen. Ich wurde nicht enttäuscht.
Ich blieb stehen. Meine haut zog sich zusammen, mein herz erstarrte..und ich..konnte an nichts mehr denken.

Ich sah den wohl schlimmsten und wahrhaftigsten Augenblick meines lebens.
Meine schwester ... meine mutter..sie saßen dort. Sie weinten.
Jetzt wusste ich – Mein vater war tot.

Ab diesem augenblick erschien mir alles wie in zeitlupe..wie in einem traum..einem alptraum..

Drehte mich um…holte luft und rannte weg - zu meinem klassenzimmer.
Die tür öffnete sich. Ich torkelte zu meinem platz. Brach zusammen.Nahm nichts mehr wahr, reagierte auf keiner der fragenden blicke.
Das letzte wovon ich mich an diesem moment erinnern kann war ein gesichtsausdruck..
Jan Conrads.
Er starrte auf seinen tisch.
Jemand packte, zerrte mich raus.
Tod ... Innerlich war ich leer. Mein herz zerbrach.
Ich wurde in einen raum verfrachtet. Biljana stehts an meiner seite.
Mein Vater ... Mit einem Schuss in den rachen getötet.
Ich kann es kaum beschreiben. Ich hatte mit einen herzinfarkt gerechnet... Ich wollte mir jedes haar einzeln rausreissen…mich bestrafen ... dafür das ich ihn vernachlässigt habe ...dafür das ich ihm jemals im leben wehgetan habe.
Ein polizist kam hinein.
Ich kann mich noch genau an seine worte erinnern…
" Es ist schlimm genug das er sich erschossen hat…"
Die leute schwiegen…
"doch er hat jemanden mitgenommen…"
" PRINZ!? OH MEIN GOTT!" , dachte ich.
Ich sah auf die lippen des mannes. Wie sein mund sich formte...und langsam aber sicher sich ein M bildete…

…maxim…

Kopfschuss.

..denn es war ein morgen voller unschuld…









Diesen Text verfasse ich für meinen Vater, für mich und für alle Menschen die keine Ahnung haben was an diesem Abend vorgefallen ist, warum er so gehandelt hat und vor allem welche wichtige Rolle seine Frau gespielt hat.
Wir lebten in einer großen Villa. Mein Vater liebte uns. Meine Schwester und ich waren sein Ein und Alles. Doch meine Eltern verstanden sich nicht mehr. Er verreiste nach Russland. Dort lernte er Elena B. kennen. So Gott will seine neue Frau. Er holte sie aus der Armut heraus. Sie ging mit ihm nach Deutschland und hinterließ ihren Jungen. Er war 14. Max lebte 2 Jahre ohne seiner Mutter. Sie dachte nur an ihr Whl. Einen Vater hatte er nicht. Ich akzeptierte es, denn ich wollte dass mein Vater glücklich war. Eine Zeit lang lief alles gut. Max kam nach Deutschland. Ein netter, lieber Junge. Er lächelte mich an, half mir bei jeglichen dingen. Max war das Gegenteil seiner Mutter. Sie war eifersüchtig auf uns. Die Frau wusste, ich und meiner Schwester waren sein ganzer Stolz. Mein Papa versuchte uns immer glücklich zu machen. Ob er uns zwischendurch anrief, mit uns essen ging oder um 2 Uhr nachts eine Sms schickte mit den 3 schönsten Worten- „Ich liebe euch“.
Doch meinem Vater ging es immer schlechter. Er lebte schon eine längere Zeit in Gosenbach nachdem ihn 2 Männer fast zu Tode geschlagen hätten. Zufall?
Es basierten Gerüchte dass Elena B. derartiges geplant hatte. Doch er liebte sie. Glaubte es nicht. Ich, seine jüngste Tochter, wollte kein Urteil über einen Menschen fällen die ich nicht kenne.
Er erholte sich. Doch nur von diesem einen Schock. Mein Vater war schwer krank. Manchmal hielt er plötzlich mit seinem Auto an weil sein Herz nicht richtig funktionierte. Nur noch viele Medikamente linderten seine Schmerzen. Die letzten Wochen sah ich ihn fast jeden Tag. Ich glaube sie hielten ihn am Leben. Mein Vater war mein wichtigster Ansprechpartner. Er beschütze mich, sprach immer mit Stolz über mich und meine Schwester. Dann ein weiterer Schock, sein Dobermann der ihn 11 Jahre begleitet hatte verstarb. Ein Teil starb mit ihm. Eigentlich von uns allen. Papa kaufte einen neuen Hund. Damals verstand ich es nicht. Heute besser denn je. Mein Vater erschien nicht an meinem Schulkonzert. „Irgendwas stimmt nicht“, dachte ich mir. Ich fuhr zu ihm. Dort saß er. Ich erfuhr, seine Frau fuhr sein Auto kaputt, sie klaute sein Geld und ging ins Frauenhaus. Elena stritt den Autounfall ab. Doch Tage später, als ich mit Max sprach, erzählte er es mir im vertrauen. Sie kam wieder. Ich dachte mir sofort dass sie kein Geld mehr hatte. Ihre Rückkehr war sein Todesurteil. Elena sprach in den Nachrichten von Misshandlungen, Drohungen und das er ihre Kleider zerriss. „Meinen sie das alles passt ins Auto?“, fragte der Polizist, mit dem Elena immer wieder ankam. Meine Großmutter sprach von Bergen von Säcken die voll mit Klamotten waren. Misshandelt wurde sie niemals. Mein Vater liebte sie, stritt jegliche Vorwürfe die Leute hatten ab. Selbst all ich und meine Schwester sahen wie sie Geld aus seiner Jacke gestohlen hatte wollte er es nicht wahr haben. Kurz bevor sie wieder verschwand, und somit das letzte Mal, kam meine Oma in die Wohnung. Sie sah wie mein Vater auf der Couch lag und die ehemalige Prostituierte aus Moskau auf brutalste Weise auf ihn einschlug. Danach nahm sie seinen Geldbeutel und wollte gehen. Als mein Vater ihr es wegnehmen wollte, haute sie mit ihren roten Fingernägeln auf sein Gesicht ein. Elena verschwand danach sofort…mit seinem Geld. Das Frauenhaus deckte sie. Was ich verstehe. Doch wieso gaben sie ihr Kommentar in der Zeitung ab? Sie wussten am wenigsten was in Gosenbach vor sich ging. Ich musste nur lachen über die Kommentare einiger Nachbarn. Auf eine so niveaulose Weise über eine Person zu reden die sie nicht kannten.

Ich traf kurz später nach dem Vorfall mit Elena ein. Sein Gesicht voller Blut. Tiefe Kratzer im Gesicht. Mein Vater war am Ende seiner Kräfte. Er liebte sie doch. Ab da an realisierte er es zum ersten Mal: Mein Vater verlor sein ganzes Leben an eine Frau die nicht ihn liebte, sondern nur sein Geld. Max blieb bei ihm. Ich wunderte mich. In einem Gespräch sagte er mir: „Ich will keine Spielchen mehr. Ich habe Angst vor ihr, sie ist unberechenbar“
Ein Satz der sicherlich zum Denken anregt. Nun wollte ich ihm beistehen. Er hatte kein Auto mehr, keinen Führerschein mehr, kein Leben mehr. Ich, Max, meine Schwester, meine Mutter und natürlich seine Mutter versuchten ihn aufzubauen. Doch jetzt eine Information die vielleicht mit ein Grund war:
Den Abend vor seinem Tod besuchte ich meinen Vater. Er war noch nicht zuhause. Meine Oma machte mir auf. Ich ging mit seinem Hund spazieren.
Er brauchte länger als geplant. Ich wollte eigentlich gehen. Ich danke Gott dass ich dablieb, meinen Vater das letzte Mal sah. Er rief mich aufgeregt an und berichtete mir von einem unbekannten Auto das versteckt in der unmittelbaren Nähe des Hauses stand. Mein Papa bat mich mit seinem Hund raus zu kommen um ihn sicher von den Containern hinter dem Stall abzuholen. Max war dabei. Ein paar Tage zuvor hielten sich Personen in dem Garten auf. Den Abend war es komischerweise der gleiche Fall. Doch die Flucht ergriffen sie aufgrund des Hundes. Sie schlossen Türen und Fenster. Ein letztes Mal saßen wir gemeinsam am Tisch. Ich, mein Vater, Max und meine Oma. Ein schönes Gefühl.
Meine Oma fuhr mich nach Hause. Ich machte mir Sorgen und dachte die Personen im Garten hätten was mit seiner Frau zu tun. Seit dem brutalen Vorfall 2004 fürchtete mein öfter um sein Leben. Dies bemerkte ich spätestens als ich nach seinem Tod eine kugelsichere Weste fand. „Wie muss er gelitten haben?“, flüsterte meine Schwester mir zu.
Es war mittlerweile 4 Uhr als mein Vater mich mitten in der Nacht anrief. Er war wie verändert. Seine Stimme klang ängstlich und traurig.
„Jasmin, wenn mir was passiert, passt du dann auf den Hund auf?“ „Papa, natürlich!“ „Ich liebe dich!“
Die letzen Worte die mir mein Vater sagte. Ich weis warum er so handelte. Er und Ich waren eins. Immer wieder sagte er mir, meiner Schwester und Oma er würde uns nie im Stich lassen. Jetzt habe ich erst erkannt in welch einer verzweifelten Ohnmacht er gewesen sein muss wenn er uns verlässt. Ich sage, er war nicht mehr er selbst. Mein Vater hatte den Abend jeglichen Bezug zur Realität verloren. Er erschoss Max. Nur ich weis wieso. Ich möchte mit diesem Text meine Trauer und den Bezug zur Wahrheit ausdrücken. Mein Verstand sagt mir, ich sollte jetzt alles auf sich beruhen lassen. Doch mein Herz sagt, der Kampf ist noch nicht zu Ende. Und wenn es auch nur der Kampf um die letzte Ehre meines Vaters ist. Ich bitte die Leute nicht über Dinge und Menschen zu urteilen von denen sie keine Ahnung haben.
Mein Vater war ein lieber Mensch. Das Max sterben musste ist nicht zu entschuldigen. Doch der, der ihn erschossen hat war es nicht wirklich. Ich trauere um ihn genauso wie über meinen Vater. Ich sah sein Zimmer in dem Max starb, schlief als er noch in Russland war in seinem Todesbett. Meine Füße standen im Blut meines Vaters. Ihr könnt euch nicht vorstellen was mir widerfahren ist, also urteilt nicht über ihn und unsere Familie. Jetzt ist er nicht mehr hier….
Doch mein Vater hat mir und meiner Schwester was hinterlassen.
Papa, ich liebe dich auch!



Nach seinem Tod...

Ich weis nicht ob es eine Erfahrung für die Zukunft ist die mich positiv weiterbringt, oder so eine, die mir ewig die Realität vor Augen halten wird. Sicher ist, hat man die Realität vor Augen, so ist ein wichtiger Teil der Jugend, vielleicht auch des Kind seins weg.
Am Anfang tat es mir weh. Mir tat weh wie mich „Freunde“ behandelt haben. Mir tat weh wenn ich eine schlechte Note hatte. Mich belasteten dinge die im leben vielleicht nicht die Bedeutung haben, wie wir vielleicht annehmen. Spätestens nach dem Tod meines Vaters habe ich bemerkt dass mir nichts mehr wehtun kann als das. Niemals mehr. Dieses Gefühl ist beruhigend. Vielleicht gibt es unangenehme Situationen…doch sie gehen vorbei. Es wird keinen Menschen geben der nochmals in der art meine Aufmerksamkeit bekommt. Die meisten freunde mit denen ich zu tun hatte sind mir egal. Ich lächle kurz und denke mir ok. Sie werden in einer anderen art erleben was mir widerfahren ist. Dann werde ich sie nochmals fragen ’’was ist wichtig in diesem leben?’’ Mein Leben ist innerhalb 2 Min., mitten in einen Physiktest am 27.4.2005 zusammengebrochen. Dieses Gefühl…du wirst ausgerufen…und bist noch immer völlig aufgeregt von deinen Test. Du gehst auf das Sekretariat zu. Du siehst deine Schwester und deine Mutter. Sie weinen. Du kannst keinen Schritt weitergehen… ab diesem Teil geschah alles wie ein Traum. Jedoch musste ich feststellen… ich wurde nicht aus der Realität hinausgerissen, ich wurde hineingezogen. Viele schauen mich an, wenn ich sage, es ist ok das mein Vater tot ist. Wenn wir um jemanden trauern, dann, weil wir egoistisch sind. Wir sind egoistisch weil WIR nicht damit klarkommen. Weil UNSER leben aus den fugen geräht und weil es UNS weh tut. Ich trauere weil ich Angst habe und weil ich mir selbst nicht vergeben kann. Ich habe angst das es meinen vater vielleicht schlecht geht oder es einfach kein leben nach dem tod gibt und ich ihn so nie wieder sehen kann. Ihn nie wiederzusehen ist das schlimmste…diese frage begleitet mich jeden tag. Sollte es anders sein, so freue ich mich.




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